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Açaí - Die Power-Beere aus dem Amazonas

Updated: Sep 5, 2019

Den ersten Kontakt mit Açaí hatte ich im Jahr 2003. Eine Freundin bereiste Brasilien und das Amazonasgebiet und berichtete mir von der wundersamen Beere die auf Palmen in Brasiliens Norden gedeiht.​

Zu dieser Zeit betrieb ich eine Saftbar in Zürich und fand schlussendlich einen brasilianischen Importeur, der Açaí und zwei duzend andere Südfrüchte aus Brasilien als gefrorenes Fruchtmark importierte.

Ich verbrachte einige Tage in der Küche um mich mit dem Püree der blauen Beere vertraut zu machen, die Eigenschaften sowie die verschiedenen Verwendungsmöglichkeiten der Frucht auszutesten. Schlussendlich verkaufte ich Açaí in Form von Saft und Smoothie, gemischt mit heimischen Beeren, Banane oder Joghurt. Nach anfänglichem Misstrauen fand auch die Kundschaft gefallen an der Beere und die Produkte mit Açaí wurden

ein Dauerbrenner.​

Heute, mehr als ein Jahrzehnt später ist Açaí in aller Munde und die Produktvielfalt ist schwindelerregend. Die Beere findet man als Zusatzstoff in diversen Schlankmachern, in Form von Kapseln und Pastillen als Energiespender und Leistungs-Optimierer für Sport und Krafttraining. Salben, Cremen und Duschgels werben mit dem Wunder-Inhaltsstoff Açai, versprechen samtweiche Haut und falten reduzierende Wirkung. Ein Wundermittel diese lustige Beere! :)


Das Interesse an Açaí ist riesig. Die Industrie wittert Milliardengewinne und der Konsument träumt von der ewiger Jugend.

Für mich ist Açaí in erster Linie eine außergewöhnliche Beere, ein Genussmittel mit dem es Spaß macht in der Küche zu arbeiten. Eine kulinarische Bereicherung für unseren täglichen Speiseplan.

Inhalt stofflich weißt Açaí einen hohen Proteingehalt auf, welcher sich bei richtiger Anwendung und in Verbindung mit Krafttraining positiv auf den Muskelaufbau auswirken kann. Weiter enthält die Beere viele Vitamine, einen enormen Vitamin C Gehalt, Aminosäuren, ungesättigte Fettsäuren, Lipide und Mineralstoffe.

Wissenschaftlich sind entzündungshemmende und anti oxidative Wirkungen sowie immun-stimulierende, anti proliferative (Zell- und Gewebewachstum hemmende) und zytoprotektive (Zellen schützende) Eigenschaften nachgewiesen.


Ein hauch Amazonien in der Küche ⦁ ⦁ ⦁ ⦁

Açaí-Beeren sind schwarz-violette Früchte welche an der Kohlpalme (Euterpe Oleracea) wachsen und im Amazonasgebiet heimisch sind. Die Beeren-Frucht sowie auch das Herz der Palme (Stamm) gelten in den heimischen Regionen auf als Grundnahrungsmittel und werden frisch ab Baum, als Saft oder Brei ähnlich als Stärkebeilage gegessen.​

Die ca. 1 bis 2.5 cm große Beeren haben einen einzelnen, großen Samen und praktisch kein Fruchtfleisch. Die Früchte sind sehr schnell verderblich und deshalb für den Export als Frischprodukt gänzlich ungeeignet. Den Süden von Brasilien und alle anderen Kontinente erreicht die Frucht nur tiefgefroren als Fruchtmark oder bereits getrocknet und pulverisiert.​

ACAI BEERE

Açaí-Mark ohne Zusatzstoffe findet man im Tiefkühlfach im Brasilianischen Spezialitäten-Fachmarkt, abgepackt in große und kleine Portionen.

Zugegeben, der Geschmack der Frucht ist eigen. Die erdige Waldnote ist nicht jedermann Sache. Ich empfehle, das Mark nicht als Hauptzutat zu verwenden sondern eher im Zusammenspiel mit anderen Zutaten.​

Je nach Geschmack und Einfallsreichtum lässt sich das Beeren-Mark in ziemlich allen Bereichen der Küche verwenden. Zum Frühstück mit Joghurt und Müsli, als Sauce zu Fleisch, in Salaten, als Zutat beim Backen und in Süßspeisen, als Sorbet oder zu vegetarischen Gerichten. Am liebsten mag ich Açaí aber im Rohzustand, als Saft oder Smoothie gemischt mit anderen Früchten, vorzugsweise mit Brombeere, Banane und Yoghurt.











tags: #fruits #foodie


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