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Street food

The following article is only available in German language.

Article created: June 2016 | updated: April 2019

Die Garküchen auf Asiens Straßen

Gegessen habe ich schon immer gerne. Ab 2003 und in den Jahren danach in denen ich in Asien unterwegs war, wurde Essen für mich neu definiert und bekam einen ganz anderen Stellenwert.

Die Garküchen auf Asiens Straßen und die damit verbundene Esskultur, die bunten Märkte, die exotischen Gewürze und zum Teil wundersamen Zutaten faszinieren und bestechen mich noch heute genauso wie vor zehn Jahren. Sei es in Thailand, Laos, Kambodscha oder in Vietnam.

An jeder Straßenecke wird gekocht, gedünstet, gedämpft, gebraten oder frittiert. Die Vielfalt der Gerichte ist so überwältigend, originell und abwechslungsreich wie die manchmal schon fast absurden Wagen- und Küchen-Konstruktionen, die sich auf kleinstem Raum, inmitten des täglichen Treiben behaupten. 

Das Kochen unter freiem Himmel und das Essen in Gesellschaft hat auf Asiens Straßen eine lange Tradition. Gekocht werden traditionelle Gerichte und Spezialitäten, wie man sie zu Hause schon immer gekocht hat. Nach überlieferten Rezepten von Mutter, Großmutter oder Tante. Die Zubereitungsarten, sowie Zutaten, die Verwendung von Gewürzen und der Schärfegrad der Gerichte verändert sich je nach Region und Land merklich.​

Manch eine Garküche hat sich im Laufe der Zeit zu einem gut gehenden, mobilen Klein-Unternehmen gemausert. Ausschlaggebend für den Erfolg sind wohl in erster Linie die überragenden Kochkünste. Ein gut frequentierter Standort entscheidet gleichermaßen über Erfolg oder Misserfolg wie der ausgeprägte Geschäftssinn der meist weiblichen Garküchenbetreiberinnen.

Die Hygiene beschäftigt wohl manch ein Westler, wenn er das erste Mal das geschäftige Treiben rund um die Straßenküchen beobachtet.

Einige Reiseveranstalter aus dem deutschen Raum warnen explizit vor Gerichten aus den mobilen Küchen. Unbegründet und unverständlich wie ich finde.

Fakt ist, die meisten Garküchen-Betreiber servieren frische Gerichte. Es wird von Tag zu Tag gearbeitet. Die Zutaten für das Tagesgeschäft werden je nach Betriebszeiten in der Nacht, früh Morgens oder fürs Abendgeschäft am Nachmittag frisch eingekauft und vorbereitet. Kein Betreiber kann es sich erlauben, weder in Vietnam noch in Thailand oder sonst wo, halb verdorbene  Gerichte zu servieren. Die Konkurrenz ist gross und wer schlechte Qualität liefert, ist schnell weg vom Fenster. Zudem sind Lagerräumlichkeiten nur begrenzt verfügbar. Gearbeitet wird bis alles verkauft ist.

Verderblichen Produkte wie Fleisch, Fisch und Geflügel werden durch-gegart. Es heißt ja nicht umsonst Garküche.

Vertrauen sollte man immer seinen eigenen Instinkten. Meist sagt der erste Blick schon viel über die hygienischen Zustände einer Küche aus. Vergleiche mit den Standards zuhause und den auf hohem Niveau ausgelegten Hygienemaßnahmen des Westens sind jedoch fehl am Platz.

Bis dato sind - was mich anbelangt - keine nennenswerte gesundheitlichen Probleme oder erhebliche Unstimmigkeiten im Magen-Darm-Trakt aufgetreten. Und ich verpflege mich gerne von Morgens bis Abends mit allerlei Köstlichkeiten von der Straße.